

Gerhard Richter (* 9. Februar 1932 in Dresden) – ein Künstler zwischen West und Ost.
Ein Tagesseminar Samstag, 18. Juli 2026, 10 – 16 Uhr
im Caritas-Pirckheimer-Haus GmbH,
Königstraße 64, 90402 Nürnberg.
Tel: 0911/2346-0; akademie@cph-nuernberg.de
Eine Veranstaltung der Werkstatt für Kultur und Geschichte in Kooperation mit der GEW Kreis Nürnberg / Bildungsprogramm und dem CPH Nürnberg.
Er gilt seit Jahren als „Weltmeister“, ist international bekannt und ausgezeichnet, siehe: Centre Pompidou / Paris (Gerhard
Richter – Panorama – 6 juin – 24 sept. 2012. Gerhard Richter. 100 Werke für Berlin 01.04.2023 bis auf Weiteres: Die Ausstellung
zeigt erstmals die langfristige Leihgabe der Gerhard Richter Kunststiftung an die Neue Nationalgalerie. Gerhard Richter
Ausstellung in der Fondation Louis Vuitton, Paris 17. Oktober 2025 bis 2. März 2026.
Sein „Weltruhm“ leitet sich ab aus den Ausstellungen und Präsentationen, nicht am Verkauf seiner Werke. Das Neue Museum
Nürnberg bietet mit der Sammlung Georg Böckmann einen Grundstock seiner künstlerischen Vielfalt an. Dennoch erscheint
sein Werk in Deutschland unterrepräsentiert zu sein. Selbst zeitkritische Arbeiten finden ihre Aufmerksamkeit eher im Ausland,
wie: „8. Oktober 1977“, der Zyklus aus dem Jahre 1988, der sich mit der Zeit des RAF-Terrorismus auseinandersetzt. Das
MOMA, Museum of Modern Art, New York kauft ihn damals auf.
Folgende Fragen werden uns beschäftigen:
- Wer ist Gerhard Richter – ein Künstler mit Lebenserfahrungen im Osten und im Westen.
- Die Kritik am Westen – nach seinem Umzug. Die Auseinandersetzung mit der Kunstrichtung des „Kapitalistischen
- Realismus“, siehe KP Brehmer: Art ≠ Propaganda, 26.10.2018–17.02.2019 im Neuen Museum Nürnberg.
- Seine Auseinandersetzung mit der (Familien-) Geschichte und dem Nationalsozialismus.
- Die kritische Position zur Zeitgeschichte: „8. Oktober 1977“.
- Das Misstrauen zu den Massenmedien am Beispiel der offiziellen Fotografie (Spiegel-Archiv, Stern-Archiv, BND).
- Seine malerische Antwort der Verwischung, der Unschärfe…..
- Die besondere Rolle der Farbe – seine großformatigen Rakelbilder im Spätwerk. Die Prämisse nach mehr
„Farbdemokratie“. - Ein kurzer Überblick über die Geschichte der Farbtheorie.
- Die Kritik am kapitalistischen Kunstmarkt und am Galerie(-un-)wesen. Seine Stiftung.
- Das Dokumentationszentrum in Lidice (Tschechien), wie das der Stadt Auschwitz (Polen) luden ihn ein
die Werke dauerhaft zu präsentieren („Onkel Rudi“, „Birkenau Zyklus). - Sein Birkenau – Zyklus hängt im Bundestag. Im Kölner Dom gestaltet er ein großes Kirchenfenster.
Wie fällt die Bewertung für uns nun insgesamt aus?
V.i.S.d.P.; Werkstatt für Kultur und Geschichte; Edgar Kucharzewski, Fuchsstraße 22f, 90429 Nürnberg;
E_Kucharzewski@web.de, Tel.: 017663360989. Ausstellungshalle 3 (WEST KUNST OST), Muggenhofer Str. 180. Archiv:
Nürnberg, Schumannstraße 8, Rückgebäude

